Wie komme ich auf gute Ideen?

Wenn man für sich selbst Ideen generieren will, eignet sich das Cluster-Verfahren, auch Clustering genannt, sehr gut.

Es ist eine Methode des Brainstorming. Man beginnt dem zentralen Begriff, dem Ausgangswort, den man in die Mitte auf ein Blatt Papier schreibt. Von dort ausgehend bildet man Assoziationsketten. Die Ideen enstehen durch die Zusammenführung von bildlichem und begrifflichem Denken.

Man nutzt also beide Gehirnhälften. Die rechte, die für visuelles, kreatives Denken zuständig ist und die linke Hemisphäre, die die analytische und sprachliche Wahrnehmung und Verarbeitung steuert.

Eine weitere Möglichkeit ist ein fiktives Interview mit dem Thema, zu dem du Ideen sammeln willst. Tu so, als wärest du eine Journalistin oder ein Moderator, der alles aus dem Interviewpartner respektive Themaherausquetschen will.

Schreibe das Interview assoziativ, schreib einfach darauf los, befrage dein Thema, bringe es zum Reden und lass es quasseln.

Text und Collage: Julia Christ

 

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Warten auf die Inspiration

Vor einigen Monaten saß Peter Wawerzinek in einem Glaskasten vor einem Theater in Berlin-Mitte. Der Schriftsteller wartete auf die zündende Idee für seinen neuen Roman. Mit diesem PR-Gag bestätigte der Autor den Mythos vom Schriftsteller, der auf seine Eingebungen von oben wartet.

Die meisten Schreibenden arbeiten jedoch anders. Sie warten nicht darauf, dass die Muse sie küsst. Sie setzen sich Tag für Tag zur gleichen Zeit an ihren Schreibtisch und… arbeiten an ihren Texten. Dabei haben die Künstler und Künstlerinnen ganz unterschiedliche Schreibzeiten.

Thomas Mann etwa soll nur von neun Uhr morgens bis zwölf Uhr mittags geschrieben haben, während Honoré Balzac sich die halbe Nacht und ein Großteil des Tages schreibender Weise um die Ohren geschlagen haben soll. Wenn der deutsche Schriftsteller zu späteren Tageszeiten Mittag gegessen und gelesen hat, spazieren gegangen und sozialen Aktivitäten nachgegangen ist, schrieb sich der Franzose schon wieder die Finger wund. Um dieses Arbeitspensum durchzuhalten, soll er sich mit 50 (!) Tassen schwarzen Kaffees wachgehalten haben.

Die amerikanische Schriftstellerin Maya Angelou wiederum schreibt von sie- ben Uhr morgens bis nachmittags um 14 Uhr, danach liest sie sich ihr Tageswerk durch, duscht, macht das Abendessen und liest ihren Text abends ihrem Ehe-mann vor. Welchen Tagesroutinen diese und andere Künstler gefolgt sind, findet sich in einem Beitrag von Andrews.